Archiv für Juli 2009

Ice Age 3(D-Kino)

Gestern Abend waren wir im Mainzer Kino, um zwei Neuigkeiten zu betrachten: Den dritten Teil von Ice Age und seine Umsetzung in der dritten Dimension.
Eins vorweg: 1 Liter Pepsi vor dem Film trinken, kann den Filmgenuss stören oder unterbrechen!
Zum Film: Obwohl es nun schon der dritte Teil ist, wird die Thematik nicht langweilig. Im Gegensatz zum zweiten Teil hat, zumindest nach meinem subjektiven Eindruck, die Stilistik gewechselt. Man kann sich nun kaum noch vor Zitaten retten. Diese werde sowohl sprachlich als auch bildlich umgesetzt. Natürlich sind darunter erstmal Genretypisch, wie z.B. die Flintstones, Jurassic Park und Die Dinos. Aber selbst Jules Verne und andere literarische Größen kommen zur Geltung.
Darüberhinaus werden die Beziehungen neu geordnet, was im Gegensatz zum zweiten Teil mehr Schwung reinbringt. Sogar die vorher etwas nervigen Szenen mit Scrat und seiner Eichel gewinnen deutlich an Reiz. An Slapstick mangelt es nie.
Von inhaltlicher Seite kann ich den Film nur empfehlen. Es gilt das Motto, das die Sendungen um Bernd das Brot so erfolgreich gemacht hat: Erwachsene und Kinder können gleichermaßen lachen, nur an verschiedenen Stellen.
Zur Technik: Die vom Cinestar Mainz verwendete Technik Real-D funktioniert nach dem inzwischen etwas in die Jahre gekommenen Polarisationsverfahren. Das neue ist, dass die Bilder zirkulär polarisiert werden und es daher keine Geisterbild geben soll. Meinem persönlichen Eindruck folgend ist das nicht immer der Fall, aber Irritationen gab es nur sehr selten und vielleicht habe ich sie ja auch gesucht.
Um den Film in 3D zu sehen, muss man eine spezielle Brille aufsetzen, die wie eine überdimensionierte Sonnenbrille aussieht. Die Brillen werden nach dem Film wieder recycelt. Es lohnt sich auch nicht eine Brille mit nach Hause zu nehmen, die Technik kann ohnehin nur genießen, wer eine silberbeschichtete Leinwand oder einen sehr speziellen Monitor hat.
Die Umsetzung der 3D-Effekte im Film war sehr gut gelungen. An einigen Stellen wirkte die Kulisse allerdings so, als wäre sie in 2 dimensionalen Ebenen gestaltet, weswegen der Effekt nicht wirklich überzeugend war. Aber das war nur manchmal so. Gerade die einzelnen Hauptfiguren waren sehr gut anzusehen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir der Film ständig sagen wollte: „Schau mal, ich bin 3D“. Trotz der Zurückhaltung kamen die erzählerischen Mittel nicht zu kurz und man hatte das Gefühl, dass der Film bereichert wurde.
Ohne Brille lässt sich der Film zwar auch erkennen, je stärker aber der 3D Effekt ist, umso mehr nimmt man die zwei getrennten Bilder war, es wird also unschaft. Vielleicht kann man das mit dynamischen Schielen ausgleichen, aber erzählt das bloß keinem Augenarzt.
Ich kann also den Film wärmstens empfehlen. Die Vorschau vor dem Film lässt hoffen, dass viele 3D Filme folgen. Der nächste handelt übrigens von mir: Oben.

Geburtstagsbrunch

Am 25.7. habe ich das gefeiert, was ich mir schon drei Tage lang nicht eingestehen wollte: Ich war schon wieder älter.
Vielen Dank an alle, die gekommen sind, obwohl es mit einigen Widrigkeiten verbunden war. Jene, die aus Mainz kamen, mussten eine Stunde warten, weil es der Bahn gefiel, ihr Triebfahrzeug zu meinen Ehren zu entzünden und den eigentlich geplanten Zug ausfallen zu lassen. Die, die dann ankamen, und das waren letztlich alle, schauten durchweg ein wenig skeptisch an den Himmel, wurden jedoch bis kurz vor Ende nicht enttäuscht. Bei einsetzenden Regentropfen waren die ersten ohnehin schon am Gehen. Der Rest kam für das letzte Stündchen sehr gut in unserem Wohnzimmer unter.
Meine Eltern haben sich kräftig helfend ins Zeug gelegt. Dadurch konnte das reichhaltige Essen pünktlich auf dem Tisch stehen und verschwand nach Ende der Feierlichkeiten nahezu unbemerkt wieder aus dem Garten.
Zwei Lehren ziehe ich aus dieser Veranstaltung:
1. Man wird immer zu viel Essen kaufen. Wie sehr man sich auch bemüht.
2. Brunchen im Garten ist schön. Das kann man wieder machen.

PS: Einige Bilder der Feier findet ihr in meinem Flickr-Account, einfach in der Spalte rechts schauen!

Windows 7

Vielleicht bin ich einem Werbetrick aufgesessen, aber es machte auch ein wenig Spaß. Und das Gefühl einer derer zu sein, die es geschafft haben, ist ungemein befriedigend.
Von vorne: Microsoft hat sein neues Windows als Dankeschön Aktion für die treuen Tester bereits heute zu einer ersten Vorbestellung freigegeben. Allerdings nur in einer geringen Stückzahl. Der Anreiz dazu war der geringe Preis von rund 50€. Da ist rund 70€ billiger, als Windows 7 Home Premium später im Laden kosten wird.
Mein Interesse an diesem Angebot war hoch, denn schließlich habe ich einen neuen (alten) PC und „nur“ eine XP-Lizenz in 32-Bit. Das neue Windows kann ich mir dann in 64-Bit aufspielen und damit dann auch ohne Linux mein System auslasten. Also habe ich gestern Abend intensiv die einschlägigen Suchmaschinen genervt und versucht herauszufinden, wo man Windows 7 denn kaufen kann.
Mein erstes Ergebnis war Amazon.de. Das war zwar schon was, wenn auch eindeutig unzufriedenstellend. Denn auf Amazon.de sind die Chancen ein limitiertes Produkt zu erwerben natürlich deutlich geringer, als auf unbekannteren Websites. Außerdem sollte das Produkt dort erst gegen 9 Uhr verfügbar sein. Nun gut, das war schon mal eine Möglichkeit es schlussendlich dort zu versuchen. Aber zufrieden war ich nicht.
Nach weiterem Suchen fand ich heraus, dass Microsoft die Informationen zum neuen System bewusst bis zum heutigen 15.7. zurückgehalten hat.
Ätsch, so konnte ich natürlich gar nichts planen.
Also bin ich heute Morgen als allererstes an den Rechner gegangen und habe Microsoft befragt, und siehe da, es gab eine Liste mit mehreren Händlern, von denen mir einige bekannt waren, andere nicht.
Ich entschied mich in der Schnelle für Conrad und bestellte in einem Tempo, dass man mir hätte alles unterschieben können. Und so konnte ich schon um 8 Uhr vor Amazon.de Kunden eine Ausgabe von Windows 7 vorbestellen. Mir sichtlichem Adrenalinspiegel habe ich noch 5 Minuten vor meinem E-Mail Postfach gebangt, bis die Bestätigung endlich eintrudelte.
Jetzt ist das ganze bezahlt, und ich kann mich entspannt auf Oktober freuen. Wie es anderswo lief kann man in diesem Artikel nachlesen.
Obwohl es nur im Internet stattfand: Ich bin zufreiden und irgendwie stolz auf mich. Und arm.

Vorlesungsverzeichnis

Durch einen zufälligen Einfall bin ich heute auf die Seite der Universität Luzern gesurft und habe bemerkt, dass das Vorlesungsverzeichnnis für das Herbstsemester 2009 online steht. Darauf habe ich die letzten Wochen vermehrt gewartet, denn so langsam sollte ich hier in Mainz einmal planen, welche Prüfungen ich machen werde. Und eben dies mit den betroffenen Professoren absprechen.
Das Verzeichnis ist leider eine kleine Katastrophe und durchkreuzt meine Pläne. Viele der Themen die gelesen werden, habe ich in diesem Semester schon gehört (Eherecht, Christologie), Altes Testament wird wegen eines Forschungssemesters nicht gelesesn und im Neuen Testament paart sich das Unwohl: Johanneische Schriften habe ich auch schon gehört (wenn auch nicht zugehört) und auf Genderstudies am Johannesevangelium habe ich spontan keine Lust.
Es gibt aber auch Lichtblicke. In der Judaistik wird so einiges angeboten und die Verbindung der Fakultät mit der Kirchenmusik ist sicherlich nicht uninteressant, zumal es eine Veranstaltung zur Gregorianik gibt.

Lieblingsspielzeug

Seit ein paar Tagen besitze ich ein neues Spielzeug, nämlich einen PC. Der ist nicht mehr taufrisch, sondern stammt aus einem Kontingent ausgemusteter Hardware der Firma meines Vaters. Der Dell Optiplex 620 mit Pentium 4 (HT) wird von mir jetzt langsam ausgebaut. Vorgestern kamen noch 4 GB Ram und demnächst trudelt wohl auch die WLAN-Karte ein. Mein neuer 22 Zöller wird wohl heute nach Hause geliefert. Eventuell kaufe ich zu späterer Zeit noch eine Grafikkarte, da muss sich aber noch zeigen, ob die nötig ist.
Bei 4 GB hat vielleicht schon jemand an 64 Bit gedacht. Für jene, die es nicht getan haben: Ein „normales“ Betriebssystem funktioniert heute mit 32 Bit. Damit kann es maximal mit 3 GB Arbeitsspeicher verwenden. Wer mehr will muss ein 64 Bit System verwenden, was an sich kein Problem, aber einfach noch nicht populär ist.
Ich habe mir also neben einem Windows XP (auf dem Rechner klebte noch ein Key) in 32 Bit noch ein Ubuntu (Linux) mit 64 Bit installiert und werde versuchen, das als mein Arbeitssystem zu verwenden.
Die Installation der beiden Betriebssysteme dauerte länger und war komplexer als gedacht. Nach stundenlangem updaten von XP habe ich mit einem Klick in Ubuntu die Festplatte leergefegt… Das war dumm. Ich habe dann Ubuntu fertig installiert. Auch nicht besonders klugt, denn als ich danach XP installiert habe, war es dem leicht arroganten OS egal, dass es noch ein anderes Betriebssystem auf dem Rechner gab und es hat einfach den Bootloader überschrieben. Die Rettungsversuche waren aussichtsreich, allerdings kam dann noch ein Problem mit der Grafik dazu, sodass ich sicherheitshalber noch einmal von vorne angefangen habe. Nach einem ganzen Tag.
Wenn ich heute nach Hause fahre werde ich vielleicht noch ein wenig an der Hardware herumspielen. Denn mit WLAN und Bildschirm kann ich endlich das Arbeiszimmer meines Vaters verlassen.