Lieblingsspielzeug

Seit ein paar Tagen besitze ich ein neues Spielzeug, nämlich einen PC. Der ist nicht mehr taufrisch, sondern stammt aus einem Kontingent ausgemusteter Hardware der Firma meines Vaters. Der Dell Optiplex 620 mit Pentium 4 (HT) wird von mir jetzt langsam ausgebaut. Vorgestern kamen noch 4 GB Ram und demnächst trudelt wohl auch die WLAN-Karte ein. Mein neuer 22 Zöller wird wohl heute nach Hause geliefert. Eventuell kaufe ich zu späterer Zeit noch eine Grafikkarte, da muss sich aber noch zeigen, ob die nötig ist.
Bei 4 GB hat vielleicht schon jemand an 64 Bit gedacht. Für jene, die es nicht getan haben: Ein „normales“ Betriebssystem funktioniert heute mit 32 Bit. Damit kann es maximal mit 3 GB Arbeitsspeicher verwenden. Wer mehr will muss ein 64 Bit System verwenden, was an sich kein Problem, aber einfach noch nicht populär ist.
Ich habe mir also neben einem Windows XP (auf dem Rechner klebte noch ein Key) in 32 Bit noch ein Ubuntu (Linux) mit 64 Bit installiert und werde versuchen, das als mein Arbeitssystem zu verwenden.
Die Installation der beiden Betriebssysteme dauerte länger und war komplexer als gedacht. Nach stundenlangem updaten von XP habe ich mit einem Klick in Ubuntu die Festplatte leergefegt… Das war dumm. Ich habe dann Ubuntu fertig installiert. Auch nicht besonders klugt, denn als ich danach XP installiert habe, war es dem leicht arroganten OS egal, dass es noch ein anderes Betriebssystem auf dem Rechner gab und es hat einfach den Bootloader überschrieben. Die Rettungsversuche waren aussichtsreich, allerdings kam dann noch ein Problem mit der Grafik dazu, sodass ich sicherheitshalber noch einmal von vorne angefangen habe. Nach einem ganzen Tag.
Wenn ich heute nach Hause fahre werde ich vielleicht noch ein wenig an der Hardware herumspielen. Denn mit WLAN und Bildschirm kann ich endlich das Arbeiszimmer meines Vaters verlassen.