Ice Age 3(D-Kino)

Gestern Abend waren wir im Mainzer Kino, um zwei Neuigkeiten zu betrachten: Den dritten Teil von Ice Age und seine Umsetzung in der dritten Dimension.
Eins vorweg: 1 Liter Pepsi vor dem Film trinken, kann den Filmgenuss stören oder unterbrechen!
Zum Film: Obwohl es nun schon der dritte Teil ist, wird die Thematik nicht langweilig. Im Gegensatz zum zweiten Teil hat, zumindest nach meinem subjektiven Eindruck, die Stilistik gewechselt. Man kann sich nun kaum noch vor Zitaten retten. Diese werde sowohl sprachlich als auch bildlich umgesetzt. Natürlich sind darunter erstmal Genretypisch, wie z.B. die Flintstones, Jurassic Park und Die Dinos. Aber selbst Jules Verne und andere literarische Größen kommen zur Geltung.
Darüberhinaus werden die Beziehungen neu geordnet, was im Gegensatz zum zweiten Teil mehr Schwung reinbringt. Sogar die vorher etwas nervigen Szenen mit Scrat und seiner Eichel gewinnen deutlich an Reiz. An Slapstick mangelt es nie.
Von inhaltlicher Seite kann ich den Film nur empfehlen. Es gilt das Motto, das die Sendungen um Bernd das Brot so erfolgreich gemacht hat: Erwachsene und Kinder können gleichermaßen lachen, nur an verschiedenen Stellen.
Zur Technik: Die vom Cinestar Mainz verwendete Technik Real-D funktioniert nach dem inzwischen etwas in die Jahre gekommenen Polarisationsverfahren. Das neue ist, dass die Bilder zirkulär polarisiert werden und es daher keine Geisterbild geben soll. Meinem persönlichen Eindruck folgend ist das nicht immer der Fall, aber Irritationen gab es nur sehr selten und vielleicht habe ich sie ja auch gesucht.
Um den Film in 3D zu sehen, muss man eine spezielle Brille aufsetzen, die wie eine überdimensionierte Sonnenbrille aussieht. Die Brillen werden nach dem Film wieder recycelt. Es lohnt sich auch nicht eine Brille mit nach Hause zu nehmen, die Technik kann ohnehin nur genießen, wer eine silberbeschichtete Leinwand oder einen sehr speziellen Monitor hat.
Die Umsetzung der 3D-Effekte im Film war sehr gut gelungen. An einigen Stellen wirkte die Kulisse allerdings so, als wäre sie in 2 dimensionalen Ebenen gestaltet, weswegen der Effekt nicht wirklich überzeugend war. Aber das war nur manchmal so. Gerade die einzelnen Hauptfiguren waren sehr gut anzusehen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir der Film ständig sagen wollte: „Schau mal, ich bin 3D“. Trotz der Zurückhaltung kamen die erzählerischen Mittel nicht zu kurz und man hatte das Gefühl, dass der Film bereichert wurde.
Ohne Brille lässt sich der Film zwar auch erkennen, je stärker aber der 3D Effekt ist, umso mehr nimmt man die zwei getrennten Bilder war, es wird also unschaft. Vielleicht kann man das mit dynamischen Schielen ausgleichen, aber erzählt das bloß keinem Augenarzt.
Ich kann also den Film wärmstens empfehlen. Die Vorschau vor dem Film lässt hoffen, dass viele 3D Filme folgen. Der nächste handelt übrigens von mir: Oben.