Meine Wohnung

Heute nutze ich die Gelegenheit euch etwas über meine Wohnsituation zu erzählen. Zu diesem Zweck findet ihr am Ende des Artikels zwei Grafiken, die mein Zimmer in 3D (und freilich als Modell) zeigen.
Ich erfreue hier 13 qm Zimmer und 3 qm Balkon mit meiner Anwesenheit. Dazu kommt noch ein verhältnismäßig geräumiges Bad, schräg gegenüber auf dem Flur gelegen. Aber immerhin mein eigenes. Das Zimmer ist mit Schrank, Bett, Nacht- und Schreibtisch, sowie drei Stühlen ausreichend, aber auch ausfüllend möbliert. Die Beleuchtung übernimmt leider nur eine große Stehlampe mit Energiesparbirne, weswegen es hier Nachts nicht allzu hell wird. Mein einziges Fenster ist eine ganze Tür, durch die ich bequem mein Zimmer lüften kann, wenn ich durch selbige hindurch gehe, sogar mich selbst.
Zusätzlich zum Inventar habe ich, wie unten zu sehen ist, mein E-Piano aufgestellt und außerdem eine Garderobe an der Tür angebracht. Desweiteren habe ich, auch das erzählte ich bereits, durch nette Gespräche mit dem Administrator ein wenig WLAN hier rein gebracht, sodass mein ebenfalls vorhandenes Telefon eher selten in Gebrauch ist.
Nun will ich schrittweise abstrahieren: Mein Zimmer liegt auf einem Flur mit 4 anderen und ist das kleinste von diesen (dementsprechend auch das mit der geringsten Miete). Die anderen Mitbewohner kenne ich zum größten Teil, ich glaube zwei davon sind aber noch nicht angereist (bleiben auch nur zwei bekannte). Dieser Flur wiederum ist Teil des vierten Stocks des Kiwanis Studentenheims.
Den Namen Kiwanis hat es von seinem Träger, dem Kiwanis-Verein, der wohl etwas ähnliches ist wie Rotary oder Lions Club bei uns. Auf jeden Fall liegt diesem Verein das Wohl der Studenten am Herzen. Insgesamt bietet das Wohnheim drei Stockwerke á 21 Zimmer, also 63 Studenten eine Heimat. Wer sich jetzt fragt, wie ich im vierten Stock wohnen kann, wenn das Wohnheim nur drei hat, darf sich zu den aufmerksamen Lesern zählen und sei informiert, dass die ersten beiden Stockwerke vom Backpackers-Hotel genutzt werden.
Dass der Verein sich um mein und unser aller Wohl sorgt, merkt man an zwei Dingen, die wohl für ein Studentenwohnheim eher unüblich und in diesem Blog bereits aufgetaucht sind: Es gibt ein regelmäßiges gemeinsames Essen und die Zimmer werden geputzt. Das Essen (Halbpension) ist nicht automatisch im Preis inbegriffen, wird aber so verrechnet, dass es sich auf alle Fälle finanziell und zeitlich immer lohnt, es wahrzunehmen. Günstiger würde man wohl kaum an die erforderliche Kalorienmenge kommen. Das Ganze hat wohl auch einen sozialen Hintergrund: Wenn ich manch einen in der hauseigenen Küche bei dem Versuch der Selbstversorgung beobachte, merke ich, dass das gemeinsame Essen das Überleben der Bewohner sichert (andererseits: wann lernen sie es dann?).
Dass ich trotz Essenversorgung die Küche benutze hat zwei Gründe: Erstens habe ich auch Mittags Hunger und zweitens gibt es das gemeinsame Essen nur Montag bis Freitag. Ich halte das für einen ganz angenehmen Mix aus Verpflegung und Selbstverpflegung, weil es unter der Woche den Stress nimmt und am „Weekend“ (schweizerdeutsch) die Freiheit lässt. Die Küche ist für eine Wohnheimsgemeinschaftsküche auch in hervorragendem Zustand.
Nun eine Ebene höher: das Wohnheim liegt fast direkt am Vierwaldstättersee, dem großen See, der, nomen ost omen, die vier Waldstätten Luzern, Uri, Schwyz und Unterwalden berührt. Gegenüber liegen nur noch diverse Wassersportclubs zwischen uns und dem Wasser. Leider habe ich deswegen allabendlich Insekten aller Gattungen und größen in meinem Zimmer. Bis zur großen Bade- und Liegewiese „Ufschötti“ sind es auch nur 100m. Dafür die genannten 1,5 km bis in die Innenstadt.
Direkt neben dem Haus liegt die große Kantonsschule, ergo ist hier immer ein großer Betrieb an Jugendlichen jeder Couleur, die sich vor allem an warmen Tagen zu joggenden Klassen zusammenballen. Wenn man an diesen vorbeigeht, ist es auch gar nicht mehr weit bis zum nächsten Supermarkt, den ich ja, wie oben genannt für meine Mittage und Wochenenden brauche.
So viel für den Moment, über Luzern und die Schweiz werde ich mich sicherlich noch einmal äußern.

Erste Ansicht meines Zimmers

Zweite Ansicht meines Zimmers


2 Antworten auf „Meine Wohnung“


  1. 1 Claudia Schöning 14. September 2009 um 19:10 Uhr

    Ach lieber Sohn,
    ich humple durch Dieburg bzw. unser Haus, und bin froh,
    dass du nicht da bist. So kann ich in deinem Zimmer hausen.
    Erkundige dich mal genau über den Nahverkehr, viel laufen kann
    ich im Oktober immer noch nicht.
    mama

  2. 2 Papa 15. September 2009 um 17:30 Uhr

    Das Modell ist stark idealisiert (besonders die Figur und der Platz zwischen Bett und Regal). Übrigens solltest Du das mit den Insekten nicht so negativ darstellen, es gibt viele Kulturen, die darin eine wertvolle Ergänzung der Küche sehen. Wir haben Dich anscheinend doch zu sehr verwöhnt (oder provinziell erzogen)

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