Zwischendruch

Hallo! Es passiert im Moment nicht viel außergewöhnliches, weswegen ich mich auch mit Nachrichten zurückhalte. Nur eine kleine fachliche Skurrilität aus dem Uni-Alltag will ich euch mitgeben, nämlich aus der Judaistik:
Ich besuche derzeit eine Vorlesung über jüdische Medizinethik. Begleitend dazu habe ich das Buch eines amerikanischen Rabbi gelesen, das ein kleines Kompendium zu diesem Thema sein will. Dass uns dieses jüdische Denken in einigen Dingen etwas fremd ist, zeigen die folgenden Gedanken.
Gott belebte den Menschen (dem zweiten Schöpfungsbericht zu folge), indem er ihm das Leben durch die Nase einhauchte. Der Tod des Menschen geschah folglich dann, wenn dieser Lebensatem wieder durch die Nase entwich, also wenn ein Mensch nieste. In den ersten von rund 6000 Jahren die es die Menschen also nun schon gibt, starben diese, indem sie einmal niesten.
Bis Abraham kam. Der wollte nämlich vor seinem Tod gerne seine Erbschaftsverhältnisse klären und bat Gott deshalb, ihm ein wenig Zeit beim Sterben zu schenken. Seit dem starben die Menschen nicht mehr spontan beim Niesen, sondern fingen an dahinzusiechen, wenn sie älter wurden. Weil man sich heute aber noch bewusst ist, was das Niesen einmal für eine Bedrohung war und wie Gott sie verwandelt hat, sagt man immer wenn jemand niest: „God bless you“.
Ich hoffe das ist euch eine Lehre! ;-)


1 Antwort auf „Zwischendruch“


  1. 1 Lotta 30. September 2009 um 21:52 Uhr

    Klingt auf jeden Fall spannend! Aber da muss ja massives Sterben geherrscht haben, wenn jeder bei seinem ersten simplen Nieser umkam?! :)

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