Vorlesungsfreiheit

Eigentlich sollte ich im Moment keinen Internetzugang haben. Eigentlich sollte ich im ersten Stock im Hörsaal sitzen und mich mit Dogmatik beschäftigen. Eigentlich. Aber augenscheinlich tue ich das nicht, und ich geniesse ein wenige die Freiheit sagen zu können, dass ich völlig freiwillig in dieser Veranstaltung sitze und es wohl sinnvoller ist, zu gehen, wenn dableiben nur Zeitverschwendung ist.
In Folge dieses kleinen revolutionären Aktes gegen den Stoff, der mir nicht zusagt, kann ich nun endlich einmal in Ruhe meine E-Mails beantworten und hier schreiben.
Ich wollte noch nachträglich erzählen, dass ich am Sonntag eine ausführliche Schiffstour gemacht habe. Schon mit meinen Eltern war ich ja auf einer zweistündigen Rundfahrt über den See unterwegs. Diesesmal hatte ich aber die ganze Runde gewählt, von Luzern nach Flüelen. Das sind gute sechs Stunden, in denen das Schiff von einem zu anderen Ende des Vierwaldstätter Sees fährt. Die Fahrt hat sich gelohnt. Dabei hat sich einmal eindrücklich gezeigt, wie riesig dieser See und wie vielfältig auch seine Landschaft ist. Den zweiten Teil, als es dann am Abend schon dunkel wurde, habe ich im inneren des Schiffs mit Lesen zugebracht. Dabei verging die Zeit doch schneller als geplant, sodass ich schon bald den Blick auf den hell erleuchteten Hafen von Luzern richten konnte. Bei Nacht wirkt das riesige Gewässer davor noch einmal ganz anders. Ich kann so eine Schifffahrt also nur wärmstens weiterempfehlen.