Der 30. November

7:45 Uhr:
Ich gehe leicht grummelig zum Frühstück, draussen ist das Wetter mies und der Himmel düster.
8:15 Uhr:
Strömender Regen begleitet meinen Weg zur Uni. Irgendwie ist der Regen dicker als sonst.
8:30 Uhr:
Meine Füsse werden kalt.
10:30 Uhr:
Die Judaistik Vorlesung zieht sich ein wenig, auch der Regen vor dem Fenster wird langsamer und heller.
11:15 Uhr:
Es ist nicht zu leugnen, das könnte Schnee sein.
12:35 Uhr:
Das ist definitiv Schnee, eine erste Schicht bleibt schon auf den Autodächern liegen. Der Boden ist weiterhin klitschnass.
12:42 Uhr:
Meine Schuhe haben das neue Wetter schon verinnerlicht.
13:35 Uhr:
Jetzt färbt sich auch die Wiese vor meinem Fenster zunehmend weiss.
17:00 Uhr:
Draussen ist es dunkel geworden. Ich verlasse das Haus wieder in Richtung Uni.
17:00:20 Uhr:
Ich merke, dass ich meinen Regenschirm vergessen habe.
19:07 Uhr:
Inzwischen ist die ganze Stadt von feinem Schneematsch belegt. Anders gesagt: Der Regen bleibt liegen. Meine Schuhe identifizieren sich wieder übermässig; ich friere.
19:22 Uhr:
Ich erreiche nach einigem Schlittern das Haus und beschliesse, für heute keinen Fuss mehr vor die Tür zu setzen. Aber er war da: Der erste Schnee.


1 Antwort auf „Der 30. November“


  1. 1 Literaturkritiker 03. Dezember 2009 um 15:15 Uhr

    Noch nicht ganz die literarische Qualität von Ulysses

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