Konzert

Schon bevor ich nach Luzern gefahren bin, hatte ich mich informiert, wie ich meine Freizeit in der neuen Umgebung gestalten kann und bin durch Internetrecherche auf den Unichor Luzern gestoßen und habe mich da auch prompt angemeldet. Dadurch hatte ich schon einen wöchentlichen Termin sicher, dazu garantierte musikalische Aktivität und die Möglichkeit noch ein paar Leute kennenzulernen.
Also habe ich seither brav jeden Dienstagabend die Proben besucht. In den letzten Tagen wurde die Probenfrequenz aber immer höher, gleiches galt für die Intensität. Ziel dieser gesteigerten Superkompensation waren der gestrige und heutige Abend, nämlich die Konzerte. Dass es sich hierbei um „Weihnachtskonzerte“ handelte, war mir erst einmal nicht klar, spätestens der Tannenbaum auf dem Flyer (s.u.) verriet es aber. Mein Unwissen erklärte sich erfreulicherweise aus dem Programm, das zum Glück keines der verkitschen Weihnachtslieder enthielt. Lediglich „Children, Go Tell It“ und das „Air for Advent“ hatten eine solche Ausrichtung, sind mir aber so unbekannt gewesen, dass ich damit kein Problem hatte. Die weiteren Stücke waren unterschiedlicher Natur, teils weltlich (Adiemus, You Raise Me Up), teils geistlich (Agnus Dei, Te Deum u.a.). Das verbindende Element war dabei der Titel des Konzerts: „Let There Be Peace“. Das Friedensmotiv taucht, teils sehr assoziativ, in all diesen Stücken auf.
Während des Konzerts wurden wir von einem kleinen Orchester begleitet, auch ein Klavier und ein Schlagzeug stand bereit. Sicher einer der Höhepunkte des Abends war ein Ragtime der Streicher.
Wenn man zwei gleiche Konzert aufführt, hat das den Vorteil, dass man es beim zweiten Mal besser machen kann. Gestern spielte die Pianistin leider in den Anfang des „Te Deum“ den Auftakt zu „Let There Be Peace“, wodurch die meditative Stimmung doch leicht gestört wurde. Außerdem waren manche Bässe etwas übermütig, worunter die Intonation ganz schön leiden musste (es war „huere gruusig“ um es auf Helvetisch zu sagen). Diese Personen werden heute vor dem Konzert von mir mit einigen strengen Blicken bedacht werden, denn schließlich sitzt heute Abend meine liebe Freundin im Publikum. Und für die soll es ja nur vom Feinsten sein.


1 Antwort auf „Konzert“


  1. 1 Claudia Schöning 12. Dezember 2009 um 11:52 Uhr

    Schöne Tage in Luzern, liebe Kerstin.
    Ob Bens strenge Blicke etwas nützen?
    Claudia

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