Choralwochenende

Noch ein Nachtrag zum vergangenen Wochenende: Wieder einmal haben wir mit unserem Professor für Gregorianik ein Choralwochenende durchgeführt. Da ich dieses Mal gefragt wurde, einen Artikel für die Unizeitung zu schreiben, spare ich mir die doppelte Arbeit und gebe ihn nun hier im Wortlaut wieder. Exklusiv für meine Leser schon vorab :)

Ecce nunc tempus acceptabile – Choralwochenende mit Ass.-Prof. David Eben

„Siehe, jetzt ist die angemessene Zeit“, schreibt der zweite Korintherbrief. Die kirchliche Tradition hat diesen Ausruf auf den Beginn der Fastenzeit angewendet und in ihr gregorianisches Repertoire aufgenommen. Um es am ersten Fastensonntag zum Erklingen zu bringen, fand sich unter der Leitung von Ass.-Prof. David Eben eine Schola zusammen, die ein ganzes Wochenende lang gregorianische Gesänge einübte um mit ihnen den Gottesdienst in der Jesuitenkirche zu gestalten. Dabei kamen nicht nur Studenten der Theologischen Fakultät zusammen; vielmehr trafen sich Sängerinnen und Sänger aus den verschiedenen Fakultäten und anderen Hochschulen, Dozierende wie Studenten, und auch einige, die sich dem regelmässig stattfindenden Choralwochenende verbunden fühlen. Dadurch konnte die Schola stolze 18 Mitglieder zählen.
So heterogen die Gruppe war, so homogen war der Gesang, der am Sonntag zu hören war. Dies ist vor allem der angenehmen, heiteren aber auch sehr konzentrierten Probenatmosphäre geschuldet. Dabei stützte sich die Interpretation der Gesänge längst nicht nur auf die moderne Edition der Noten, sondern auch auf die Neumen aus den mittelalterlichen Handschriften, was dem Text der Gesänge zur nötigen Lebendigkeit verhalf. Dabei bedurfte es keiner paläographischen Vorkenntnisse, denn Prof. Eben vermittelte die nötigen Inhalte in gut verständlicher Form. Darüber hinaus gab er auch immer wieder Informationen zu Hintergründen der Fastenzeit und der Gesänge und konnte auch die eine oder andere Anekdote anbringen; beides stellte den Choral noch einmal auf ein anderes Fundament.
Im gottesdienstlichen Vollzug fand der Gesang dann seinen eigentlichen Ort und half hoffentlich, den Beginn der Fastenzeit intensiver nachzuvollziehen.


1 Antwort auf „Choralwochenende“


  1. 1 Literaturkritiker 26. Februar 2010 um 9:46 Uhr

    Wiederholung kann zwar ein stilistisches Mittel sein, ist hier aber eher das Gegenteil:
    fand sich … zusammen, … kamen … zusammen;
    zwei aufeinanderfolgende Sätze beginnen mit „Dabei“
    Im gottesdienstlichen Vollzug … nachzuvollziehen.
    Vielleicht solltest Du den Text vor Veröffentlichung in der Uni-Zeitung doch noch einmal überarbeiten

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